Meine Auffassung zur Windkraft

  • Die Energiewende ist ein wichtiges und vernünftiges politisches Ziel, dem wir uns auch auf kommunaler Ebene nicht verschließen dürfen.
  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird weit überwiegend als positiv empfunden. Denn, das hat man im Saarland gesehen, es gibt kaum noch Befürworter des Kohleabbaus und der Kohleverstromung. Atomkraftwerke sind im Saarland, nicht zuletzt wegen der räumlichen Nähe zu Cattenom ebenfalls mehr als umstritten, ich möchte sie jedenfalls auch nicht.
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  • Um erneuerbare Energien zu erzeugen braucht man hauptsächlich Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke oder auch Biogasanlagen. Diese werden aber dann auch wieder zum Problem, wenn sie vor der eigenen Haustür gebaut werden, denn
  • Photovoltaikanlagen und Windräder verändern das Landschaftsbild und stellen einen erheblichen Eingriff in Flora und Fauna dar, Biogasanlagen fördern ökologisch wertlose Monokulturen.
  • Aber irgendwoher müssen wir unseren Strom nun einmal beziehen, und derzeit wird es keine Energiegewinnung geben, die völlig ohne Beeinträchtigung der Umwelt abläuft.
  • Der Gemeinderat hat seinerzeit aufgrund gesetzlicher Vorgaben einstimmig die Ausweisung von Windvorranggebieten beschlossen. Hierzu gab es auch keine Alternative, denn ohne die Ausweisung solcher Zonen, hätte die Gefahr des Wildwuchses an Windkraftanlagen bestanden. Innerhalb der Vorranggebiete stehen mittlerweile vier solcher Anlagen auf Privatgrundstücken. Den Bau dieser Anlagen konnte die Gemeinde nicht verwehren.
  • Zwei Anlagen sollen jetzt hinzukommen, diese stehen dann aber überwiegend auf Gemeindeeigentum, und die Pachtzahlungen kommen auch unserem Gemeindehaushalt, und somit uns allen zu Gute.
  • Hätte die Gemeinde die Verträge nicht abgeschlossen, dann hätten andere Grundstückseigentümer dies womöglich getan, die Windräder würden auch gebaut werden und die Pachtzahlungen wären erneut an der Gemeinde vorbeigelaufen.
  •  Eins muss aber auch klar sein, und das habe ich immer gesagt, weitere Windräder wird es mit mir unter keinen Umständen geben. Mit insgesamt 6 Anlagen innerhalb des Gemeindegebietes haben wir unseren diesbezüglichen Beitrag zur Energiewende geleistet. Hiermit sind alle aus meiner Sicht für Energiebetreiber interessanten Standorte in der Gemeinde Schmelz abgedeckt, und ich werde mich mit aller Kraft gegen den Bau weiterer Anlagen einsetzen.
  • Jetzt müssen Bürgermeister und Gemeindeverwaltung darauf achten, dass die Auflagen, die den Betreibern der Anlagen gemacht wurden, nicht nur während des Betriebs der Anlagen, sondern schon während der gesamten Bau- und Planungsphase genauestens eingehalten werden, um die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten.